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Eisenerz
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Rost
Im weitesten Sinne ist Eisenerz nichts anderes als oxidiertes Eisen, im alltäglichen Leben einfach als Rost bezeichnet. Im Hochofen wird das Eisenerz bei hohen Temperaturen zu Eisen reduziert. Genauer: Es wird mit den Reduktionsmitteln Koks und Heizöl vom Sauerstoff getrennt, geschmolzen und kann letztlich als flüssiges Roheisen durch das Abstichloch den Hochofen verlassen. Die im Eisenerz enthaltenen Gesteins- bzw. Mineralanteile werden ebenfalls geschmolzen und als Schlacke vom Roheisen getrennt.
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Eisenerzvorräte
In den Ländern Rußland, Brasilien, Australien, Kanada und China liegen die weltweit größten Eisenerzvorräte. Hauptexporteure sind Brasilien und Australien, Hauptabnehmer Europa, Japan sowie China und Südkorea. Die deutschen Stahlerzeuger beziehen heute das Eisenerz überwiegend aus Übersee - aus Brasilien, Kanada und Australien.
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Das war nicht immer so: Bis vor einigen Jahrzehnten spielten auch deutsche Lagerstätten, mit freilich geringem Eisengehalt, eine wichtige Rolle. Doch seit langem wird in Deutschland kein Eisenerz mehr abgebaut. Die Einkäufe bei HKM bestätigen diese Entwicklung: Zu 100 Prozent werden die Hochöfen in Huckingen mit Erzen aus Übersee "gefüttert", die dort grundsätzlich im Tagebau gefördert werden. Hauptlieferant für HKM in 1999 waren Brasilien und Kanada.
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Seetransport
Die Erze werden über See nach Rotterdam gebracht. Den Transport zum Beispiel übernimmt unter anderem die "Berge Stahl", die im Shuttle-Verkehr zwischen Ponta de Madeira in Brasilien und Rotterdam exklusiv für TKS und HKM eingesetzt wird.
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Das Rückgrat der HKM-Erzversorgung liegt bei Schiffen der Größenordnung über 200.000 Tonnen Tragfähigkeit. Mit der "Berge Stahl" (Tragfähigkeit = 365 000 t, Länge 343 m, Breite 63,5 m, Tiefgang 23,0 m) scheint dabei das Maximum erreicht. Denn solch große "Pötte" können nur wenige Häfen der Welt anlaufen.
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Erzumschlaganlage Europoort
Im Rotterdamer Europoort betreiben die Ruhr-Stahlwerke TKS und HKM gemeinsam eine eigene Umschlaganlage. Schon seit Anfang der 70er Jahre wird hier Eisenerz aus Seeschiffen getrennt nach Sorten aufgelagert, um dann von dort in Binnenschiffe geladen zu werden. Das Besondere an dieser "Erzumschlaganlage Europoort" - im Holländischen EECV abgekürzt für "Ertsoverslagbedrijf Europoort": See- und Binnenverkehr kommen getrennt.
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Das kommende Seeschiff wird in kürzester Zeit gelöscht und braucht nicht zu warten, bis entsprechender Binnenschiffsraum vorhanden ist. Damit werden kostspielige Verzögerungen vermieden. Das Erz wird - getrennt nach Sorten - zwischen See- und Binnenkai gelagert.
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Pro Jahr werden an dieser Anlage insgesamt etwa 52 Millionen Tonnen Erz bewegt. Am Binnenkai übernehmen sogenannte Schubleichter das Erz, das in einem sogenannten Schubverband mit normalerweise vier Leichtern und insgesamt 10.000 Tonnen Kapazität nach Duisburg transportiert wird.
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Auf diese Weise gelangen immerhin rund 6 Millionen Tonnen Eisenerz zu HKM.
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© HKM Hüttenwerke Krupp Mannesmann  |
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Rohstoffe
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