Energie

Energiebedarf

Die Erzeugung von Stahl auf der Basis von Eisenerzen erfordert einen hohen Energieaufwand. Allein der Anteil der Energiekosten an den Herstellungskosten für das Vormaterial Bramme oder Rundstahl beträgt etwa 25 %. Nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht ist die Stahlindustrie daher schon immer bemüht, den Energieverbrauch zu reduzieren.

RWE

Durch zahlreiche Maßnahmen konnte der sich bereits auf niedrigem Niveau befindene Energiesatz seit dem Bestehen der HKM noch weiter gesenkt werden - von 1990 bis 1999 von 16 auf 15 GJ/t RSt bzw. 6 %.

Je mehr sich der Energieverbrauch jedoch der theoretisch notwendigen Grenze nähert, desto aufwendiger werden Maßnahmen zu einer weiteren Verminderung. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, daß die Intensivierung des Umweltschutzes wiederum zu einem Anstieg des Strombedarfs führt.

Nettoenergieverbrauch

Im Jahr 1999 lag der Nettoenergieverbrauch bei 69 Mio. GJ bzw. 15 GJ/t RSt. Davon entfielen 84 % auf feste Energieträger, 6 % auf gasförmige Energieträger und 10 % auf Strom.

Mit der vollständigen Nutzung der Kuppelprodukte Hochofen- und Koksofengas sowohl der Deckung des Energiebedarfs für die Aufheizung der Winderhitzer und Koksöfen als auch zur Verstromung dieser Gase im Energieverbund der RWE werden die Energien optimal genutzt. Die Fackelverluste liegen bei unter 2%.

Winderhitzer

Dampferzeugung

Darüber hinaus wird die in den Abhitzekesseln der Konverter zur Verfügung stehende Abwärme zur Dampferzeugung genutzt und damit ein anderer Energieträger, z.B. Erdgas, eingespart. Etwa 90 % des Energiebedarfs an Dampf können so abgedeckt werden. Der Dampf wird in den verschiedensten Prozeßschritten bis hin zur Beheizung nahezu aller Gebäude benötigt.

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Umweltschutz